Schuke-Orgel

Die Orgel der Erlöserkirche wurde 1971 von der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke GmbH auf der neu errichteten Westempore gebaut. Sie ersetzte die alte Orgel, die mit dem Neubau der Kirche (1898) von der Berliner Firma Dinse gebaut und 1938 von Weigle, Stuttgart, auf 33 Register erweitert worden war. Von dieser Orgel, die etwas erhöht im linken Querschiff stand, wurden einige Gehäuseteile beim Bau der Orgel im der Aula der Universität Haifa wiederverwendet.

Die Schuke Orgel wurde 1984 um drei Zungenregister erweitert und hat seitdem 21 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertraktur ist mechanisch.

Hier können Sie die Orgel hören: Gunther Martin Goettsche spielt Bachs Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552

Disposition:

Hauptwerk (C-g3) Brustwerk (im Schweller) C-g3 Pedal (C-f1)
1. Principal 8' 20. Gedackt 8' 11. Subbaß 16'
2. Gemshorn 8'  19. Blockflöte 4' 12. Oktave 8'
3. Oktave 4' 18. Prinzipal 2' 13. Pommer 8'
4. Rohrflöte 4' 17. Quinte 1 1/3'' 10. Nachthorn 4'
5. Nassat 2 2/3' 16. Scharff IIIfach 14. Hintersatz IIIfach
6. Waldflöte 2' 15. Krummhorn 8' 9. Fagott 16'
7. Mixtur IV-Vfach 21. Sesquialtera IIfach  
8. Trompete 8' 22. Tremulant Koppeln II -I, I -P, II - P
 

Spieltisch der Schuke-Orgel

Literatur:

Klaus Schulten, Die Sauer-Orgel in der Himmelfahrtkirche und andere deutsche Orgeln in Jerusalem (Schriftenreihe Edition Auguste Victoria Band 2, Jerusalem 2010)

Achim Seip, Die Orgeln der Evangelischen Erlöserkirche, in: "Orgeln in der Heiligen Stadt", ORGEL INTERNATIONAL 2001/Heft 1, Freiburg 2001

Blick in das Kirchenschiff der Erlöserkirche mit Orgelempore

Die Dinse-Orgel von 1898 im nördlichen Seitenschiff